Angesichts der weiter steigenden Zahl von Koronainfektionen hat Bundeskanzlerin Angela Merkel am Samstag eindringlich an die Menschen in Deutschland appelliert, zur Eindämmung der Pandemie beizutragen.


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Angela Merkel fordert die Menschen auf, zu Hause zu bleiben
Merkel appelliert an die Deutschen, jetzt zu Hause zu bleiben, um Weihnachten zu retten

 

"Wir müssen jetzt alles tun, um eine unkontrollierte Ausbreitung des Virus zu verhindern. Jeder Tag zählt", sagte Merkel in ihrem wöchentlichen Podcast. 


"Ich bitte Sie. Bitte unterlassen Sie jede Reise, die nicht wirklich notwendig ist, jede Feier, die nicht wirklich notwendig ist. Bleiben Sie bitte zu Hause, an Ihrem Wohnort, wann immer möglich".


Deutschland befinde sich in einer "sehr ernsten Phase", so die Kanzlerin weiter. "Tag für Tag steigt die Zahl der Neuinfektionen rapide an." 


Das Coronavirus breitet sich in Deutschland wieder rapide aus, die registrierten Fälle nehmen schneller zu als zu Beginn vor mehr als einem halben Jahr.


"Der vergleichsweise entspannte Sommer ist vorbei, jetzt stehen uns schwierige Monate bevor", sagte Merkel. "Wie der Winter wird, wie unser Weihnachten wird, wird sich in den kommenden Tagen und Wochen entscheiden. Wir alle beeinflussen das durch unser Handeln."


Am Samstagmorgen meldeten die Gesundheitsbehörden in Deutschland 7.830 neue Koronainfektionen innerhalb eines Tages, ein Rekord seit Beginn der Pandemie.


Gleichzeitig ist die Testkapazität jetzt erheblich größer als noch im März.


Merkel betonte, um eine unkontrollierte Ausbreitung des Virus zu verhindern, muessten fuer jeden Infizierten Ansprechpartner benannt werden, um die Infektionsketten zu unterbrechen.


"Die Gesundheitsbehörden leisten gute Arbeit, aber wo die Zahl der Infizierten zu hoch ist, können sie nicht mithalten", sagte sie.


fragte Merkel: "Was kann also jeder Einzelne von uns dazu beitragen, die Zahlen wieder zu senken? Vieles, das meiste davon einfach dadurch, dass wir einen Mindestabstand einhalten, den richtigen Mund- und Nasenschutz tragen und die Hygienevorschriften beachten.


"Die Wissenschaft stellt eindeutig fest, dass die Verbreitung des Virus in direktem Zusammenhang mit der Anzahl der Kontakte und Begegnungen steht, die jeder von uns hat. Wenn jeder von uns jetzt für eine Weile die Zahl der Begegnungen ausserhalb der eigenen Familie deutlich reduziert, kann es uns gelingen, den Trend zu immer mehr Infektionen zu stoppen und umzukehren", sagte er weiter.


"Genau das ist mein Appell, den ich heute an Sie richte: Treffen Sie sich mit deutlich weniger Menschen, ob draußen oder zu Hause. Sie wissen, dass dies nicht nur hart klingt, sondern im Einzelfall auch eine schwierige Entscheidung ist", sagte die Bundeskanzlerin. 


"Aber wir müssen sie nur vorübergehend treffen, und am Ende tun wir es für uns selbst: Für unsere eigene Gesundheit und die Gesundheit all derer, die wir von Krankheit verschonen können."


Deutschland hat die ersten sechs Monate der Pandemie relativ gut überstanden, weil "wir zusammengehalten" und die Regeln befolgt haben, sagte Merkel. 


"Das ist das wirksamste Mittel, das wir derzeit gegen die Pandemie haben", sagte Merkel. Jetzt ist es notwendiger denn je.


Bund und Länder haben am vergangenen Mittwoch die Maßnahmen zur Eindämmung des Virus in den Korona-Hotspots verschärft. 


Aber es gab keine einheitliche Linie zum umstrittenen Beherbergungsverbot - einem Unterkunftsverbot für Urlauber aus Risikogebieten. In mehreren Bundesländern haben Gerichte das Beherbergungsverbot inzwischen außer Kraft gesetzt.


Nach Informationen der DPA aeusserte sich Merkel bei Beratungen mit den Laenderchefs im Kanzleramt unzufrieden mit den Entscheidungen. 


"Unsere Ankuendigungen sind nicht hart genug, um eine Katastrophe abzuwenden", sagte die CDU-Politikerin nach einhelliger Meinung der Teilnehmer. "Es reicht einfach nicht aus, was wir hier tun.


- Redaktion, Kennerisch.com

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