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Merkel ruft zu "Solidarität" auf, während sich Deutschland auf die teilweise Abriegelung vorbereitet
Bundeskanzlerin Angela Merkel


Bundeskanzlerin Angela Merkel hat heute im Bundestag ihre Sperrpläne vorgestellt, einen Tag nachdem sie die Regierungschefs der Region davon überzeugt hat, dem neuen Plan zuzustimmen. 


Die Pläne sehen vor, Deutschland teilweise zu sperren, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. Bars und Restaurants werden gezwungen sein, zu schliessen, mit Ausnahme des Take-away-Service. Turnhallen, Kinos und Theater werden komplett geschlossen werden müssen, und der Inlandstourismus wird für deutsche Reisende faktisch tabu sein, da Hotels keine Urlauberbuchungen mehr annehmen dürfen. 


Bundeskanzlerin Merkel sagte im Bundestag, die Massnahmen seien ein notwendiger Schritt zum Schutz des Krankenhauswesens. 


"Diese dynamische Rate der aktuellen Infektionen wird unsere Intensivstationen in wenigen Wochen überlasten. All dies zeigt uns, dass wir uns zu Beginn der kalten Jahreszeit in einer dramatischen Situation befinden. Sie betrifft uns alle, ohne Ausnahme", sagte sie. 


Ein weiterer Tagesrekord

Ihre Rede kommt, während Deutschland einen weiteren Rekordtag an Neuinfektionen verzeichnet. Das Robert-Koch-Institut veröffentlichte am Donnerstag einen Rekordanstieg der Fälle um 16.774 auf insgesamt 481.013. Die Zahl der Todesopfer stieg um 89 auf 10.272.


Die Kanzlerin sagte, sie verstehe, dass die neuen Maßnahmen für viele schwierig sein würden, insbesondere für Kleinunternehmer, die gezwungen seien, ihre Betriebe wieder zu schließen. 


"Ich verstehe die Frustration und die Verzweiflung in diesen von der Abriegelung betroffenen Gebieten. Die betroffenen Unternehmen investierten in so viele Hygienesicherheitsmaßnahmen und fragen sich nun, ob das alles umsonst war. Ich antworte ihnen: Nein, das war es nicht", sagte sie. 


"Diese Hygienesicherheitsmaßnahmen werden auch danach wieder erforderlich sein, aber bei dem derzeitigen exponentiellen Anstieg der Infektionen reichen sie nicht aus. Im Moment können wir den Ursprung von 75 Prozent der Infektionen nicht zurückverfolgen, und wir müssen so schnell wie möglich aus dieser Situation herauskommen".


"Der Winter wird hart sein."

Ein Großteil der Durchsetzung der neuen Regeln liegt nun bei den sechzehn deutschen Staaten. Sie werden Mitte November mit dem Bundeskanzler zusammentreffen, um die Wirksamkeit der Maßnahmen zu beurteilen. 


Bundeskanzlerin Merkel hat versucht, bei der Bewältigung der Krise parteiübergreifend zu arbeiten. Sie nutzte ihre Rede im Parlament, um erneut zu Geduld und gemeinschaftlicher Zusammenarbeit aufzurufen. 


"Für die kommende Zeit wünsche ich mir eines: dass wir alle untereinander und miteinander Solidarität und Einfühlungsvermögen zeigen. Nur so werden wir diese historische Krise überstehen", sagte sie. 


"Dieser Winter wird hart sein, es werden vier lange, schwierige Monate sein, aber er wird enden. In den letzten 8 Monaten haben wir gesehen, wie wir gemeinsam lernen und sie gemeinsam durchstehen können. Es ist diese Gesellschaft mit ihrem Einfühlungsvermögen und ihrer Solidarität, die mir Hoffnung gibt, dies zu überstehen".

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