Die derzeitige Regierungschefin Annegret Kramp-Karrenbauer wird nächstes Jahr zurücktreten, nachdem sie um die Durchsetzung ihrer Autorität gekämpft hat.


Bildnachweis: En24.news
Merkels CDU-Partei verschiebt Entscheidung über neuen Chef inmitten von Covid-19
Die drei Kandidaten für den Vorsitz: Norbert Roettgen, links, Armin Laschet, Mitte, und Friedrich Merz, rechts.

 

Die Partei von Bundeskanzlerin Angela Merkel verzögerte eine Entscheidung darüber, wer ihr neuer Vorsitzender wird, nachdem sie einen für Anfang Dezember geplanten Kongress wegen Covid-19 verschoben hatte.


Die derzeitige Parteichefin Annegret Kramp-Karrenbauer trat Ende 2018 die Nachfolge von Frau Merkel an, wird aber 2021 nicht als Kanzlerin kandidieren und den Vorsitz der Christlich-Demokratischen Union niederlegen, nachdem sie um die Durchsetzung ihrer Autorität gekämpft hat.


Wer das Führungsrennen gewinnt, wird in der besten Position sein, um der Mitte-Rechts-Kanzlerkandidat zu werden.


Die CDU hoffte immer noch, zu einem späteren Zeitpunkt einen persönlichen Kongress statt einer Videokonferenz abzuhalten, räumte aber ein, dass das Online-Format die einzige Option sein könnte, wenn die Pandemie nicht unter Kontrolle gebracht werden kann.


Wegen der Pandemie war Anfang des Jahres ein April-Kongress zur Wahl des neuen CDU-Chefs abgesagt worden.


Bei den drei Kandidaten handelt es sich um Friedrich Merz, 64, einen konservativen ehemaligen Fraktionsvorsitzenden, der jahrelang fernab der Frontpolitik tätig war, Armin Laschet, 59, den liberaleren Landeshauptmann von Nordrhein-Westfalen, und Norbert Roettgen, 55, den Vorsitzenden des Auswärtigen Ausschusses des Bundestages.


Merz kritisierte die Verspätung und behauptete, die Parteimitglieder wollten verhindern, dass er den Vorsitz übernimmt. Die Partei will am 14. Dezember darueber entscheiden, wann die Wahl getroffen wird. Falls nicht, dann auf einer für den 15. bis 16. Januar anberaumten Sitzung.


Die deutschen Neuinfektionen mit Covid-19 haben in den vergangenen zwei Wochen zeitweise in Rekordhöhe zugenommen, obwohl sie immer noch deutlich unter den Zahlen vieler anderer europäischer Länder liegen. Der Umgang mit der Pandemie durch Frau Merkel, 66, ist in Deutschland weitgehend positiv aufgenommen worden, wie das starke Abschneiden der CDU in den Umfragen beweist.

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