Der deutsche Softwareriese SAP SE hat am Sonntag seine Aussichten für dieses Jahr nach unten korrigiert. Ein Wiederaufleben der COVID-19-Fälle würde die Nachfrage der "hart getroffenen" Kunden belasten.


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Software-Riese SAP trimmt seinen Jahresausblick
Der deutsche multinationale Konzern verzeichnete einen Rückgang des Betriebsgewinns um 1% auf Jahresbasis.

 

Die in Walldorf ansässige Gruppe, die traditionelle Software- und Cloud-Computing-Dienste anbietet, bei denen Firmen eine Abonnementgebühr zahlen, um ihre Daten auf entfernten Servern zu speichern, sagte, sie habe davon profitiert, dass Firmen mehr Arbeit online erledigen.


Gleichzeitig erklärte die SAP jedoch, dass ihre Kunden, "insbesondere diejenigen in schwer betroffenen Branchen, weiterhin von den wirtschaftlichen Folgen der COVID-19-Pandemie betroffen sind".


In einer Ad-hoc-Mitteilung teilte SAP mit, dass der Konzernumsatz im dritten Quartal im Vergleich zum Vorjahr um 4 Prozent auf 6,5 Milliarden Euro (7,7 Milliarden US-Dollar) gesunken sei - gemessen anhand von Nicht-IFRS-Standards, die einige Kosten ausschließen.


Der Rückgang wurde von einem Rückgang der Einnahmen aus Softwarelizenzen angeführt, obwohl der Cloud-Umsatz um 10 Prozent stieg.


Der bereinigte Betriebsgewinn fiel um 1 Prozent auf 2,1 Milliarden Euro, hieß es in der Erklärung.


Mit Blick auf die Zukunft sagte SAP, das jüngste Wiederaufflammen der COVID-19-Infektionen habe es gezwungen, die Erwartungen neu zu justieren, dass sich die Wirtschaft wieder öffnen und die Nachfrage in den letzten Monaten des Jahres wieder anziehen werde.


"In einigen Regionen wurden wieder Sperrmaßnahmen eingeführt, die Erholung ist ungleichmäßig und die Unternehmen sehen sich einer größeren geschäftlichen Unsicherheit ausgesetzt. Infolgedessen werden größere Projekte stärker unter die Lupe genommen", hieß es darin.


Die Gruppe erwartet für das Gesamtjahr einen Umsatz zwischen 27,2 Milliarden Euro und 27,8 Milliarden Euro, verglichen mit einer früheren Schätzung von 27,8 Milliarden Euro bis 28,5 Milliarden Euro.


Der bereinigte Betriebsgewinn wird voraussichtlich zwischen 8,1 Milliarden Euro und 8,5 Milliarden Euro liegen, während er zuvor von 8,1 Milliarden Euro auf 8,7 Milliarden Euro geschätzt worden war.


Hauptgeschaeftsfuehrer Christian Klein sagte gestern in einem Telefongespraech, er erwarte eine konservative Erholung in der ersten Haelfte des naechsten Jahres.

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